Lebendiges Haus des Lernens

Wir betrachten unsere Schule als ein lebendiges Haus des Lernens. Wie bei jedem Haus gibt es ein Fundament und tragende Wände, das sind bei uns der gute Unterricht und das Schulleben sowie die Beratung und Zusammenarbeit mit den Eltern. Doch auch eine noch so schöne Schule muss ab und zu wie jedes Haus renoviert, umgebaut, angebaut oder den Bedürfnissen angepasst werden. So haben wir das Lernzeitenkonzept immer wieder überarbeitet, um es den Bedürfnissen der Kinder und Eltern anzupassen.

Ab dem Schuljahr 2014/2015 haben wir in Zusammenarbeit mit der OGS die neuen Erstklässler bis zu den Herbstferien in der ersten und vierten Stunde aufgeteilt. Die Lehrer und Erzieher übernehmen jeweils die Hälfte der Kinder einer Klasse, um ihnen zu helfen, sich in das Schulleben einzufügen. Besonders wir Lehrer haben dadurch die Möglichkeit, uns intensiv auf die individuellen Voraussetzungen und Bedürfnisse der Kinder einzustellen, um eine tragfähige, emotional und fachlich stabile Arbeitsatmosphäre zu schaffen.

Ab dem Schuljahr 2015/2016 werden wir verstärkt Arbeitsabläufe und Materialien auf eine höchst individuelle (inklusive) Beschulung überprüfen und erproben. Insbesondere der Schulstart und die Schuleingangsphase werden sehr schülerorientiert organisiert. Wir werden so jedem Lerntempo und Bedürfnis entgegenkommen und dadurch alle Schüler fördern und fordern. Ziel wird dann in Schuljahr 2017/2018 der jahrgangsübergreifende Unterricht in der Schuleingangsphase sein, wie es der Gesetzgeber vorsieht.

Unsere pädagogische Arbeit

• Der Fokus der pädagogischen Arbeit der Lehrer lag in der Umgestaltung der Pausenhalle, der Einrichtung eines Regelraumes und der Verstärkung der Lehreraufsichten. So haben die Kinder der ersten und zweiten Klasse die Möglichkeit, sich in der ersten Pause im Ruheraum aufzuhalten, die Schüler der dritten und vierten Klasse in der zweiten Pause. Die Kinder können dort lesen, malen, leise spielen oder sich einfach nur ausruhen. Der „Mehrzweckraum“ Pausenhalle ist von den Kindern sehr gut angenommen worden und zeigt schon eine deutlich entspanntere Atmosphäre während der Pausen aber auch in den nachfolgenden Stunden.
• Die Einrichtung eines Regelraumes dient dazu, Kindern, die durch ihr aggressives Verhalten in der Pause auffallen aus den entsprechenden Situationen „rauszuholen“ und sich zu beruhigen. Gleichzeitig gibt der Raum ihnen die Möglichkeit, über ihr Verhalten nachzudenken und in einem Gespräch mit dem Aufsicht führenden Lehrer sich darüber auszutauschen.
• Wir haben intensiv an den Arbeitsplänen und schulinternen Curricula gearbeitet. Diese Arbeit werden wir weiter fortsetzen und in den Zusammenhang mit der Umgestaltung der Schuleingangsphase bringen. Ziel ist eine inklusive Beschulung zur maximalen Förderung aller Kinder.

Leseförderung

Die optimale Leseförderung unserer Schüler ist uns ein sehr wichtiges Anliegen. Durch die enge Kooperation mit der Stadtbibliothek, ansprechenden Leseheften und Büchern sowie einer anregenden Leseumgebung stärken wir die Lesebereitschaft und Lesefreude unserer Schüler.

Auch dem Vorlesen kommt ein besonderer Stellenwert zu: Durch regelmäßiges Vorlesen der Lehrkraft oder bei Autorenlesungen werden Kinder daran gewöhnt zuzuhören, sich auf Vorgelesenes einzulassen und Bücher zu genießen.

Schon vom ersten Schultag an schreiben die Kinder ihre Geschichten auf und lesen sie ihren Mitschülern vor. Das sinnentnehmende Lesen trainieren sie in der Schuleingangsphase mit den sehr beliebten „Lies mal!“ Hefte und vielfältigen Büchern. Spätestens ab dem zweiten Lesejahr bis zum Ende der Grundschulzeit dokumentieren die Kinder ihren Leseeifer in einem Lesetagebuch. Dort notieren sie ihre persönlichen Eindrücke und Gefühle zum Buch, zitieren spannende, witzige Stellen im Buch, beschreiben die Figuren im Heft und geben anderen Kindern eine Buchempfehlung.

Ebenso motiviert das Antolin-Leseprogramm zusätzlich zum eifrigen Lesen. Der Lesefleiß wird durch Punkte dokumentiert und mit Urkunden belohnt.Klassenlektüren und deren Bearbeitung in Form von Literaturwerkstätten zeigen den Schülern verschiedenste Möglichkeiten auf, sich mit Literatur intensiver auseinander zu setzen und Leseerfahrungen zu sammeln.

Die jährlich stattfindende Lesewoche bietet allen Schülern vielfältige Möglichkeiten ihre Lesefähigkeiten unter Beweis zu stellen, wie z.B. beim Vorlesewettbewerb, der Präsentation eigener Texte vor Publikum oder Ausstellungen begleitend zur Literaturwerkstatt. Während der gesamten Grundschulzeit dokumentieren verbindliche Diagnosen die Leseleistung unserer Schüler.

Mathematik

Laut Richtlinien und Lehrplänen verfolgt der Mathematikunterricht der Grundschule zwei Ziele: auf der einen Seite stehen die inhaltlichen Themen, wie die Grundrechenarten, Sachaufgaben und Geometrie. Auf der anderen Seite lernen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Methoden kennen, so z.B. eigene Lösungswege zu finden, Sachaufgaben als Mathematikaufgaben zu verstehen, Lösungswege argumentativ zu besprechen und darstellen zu können.

Um das Erlernen dieser Inhalte und Methoden zu unterstützen, setzen wir besonders im Anfangsunterricht vielfältige Anschauungsmittel und Materialien ein. So dienen z.B. Rechenrahmen, Rechenplättchen oder 20er-Feld dem Ziel, Mathematik im wahrsten Sinne zu begreifen und mathematische Vorgänge zu durchschauen. Dies ist sowohl bei grundlegenden als auch bei besonders herausfordernden Aufgabenstellungen der Fall.

Das einheitliche Vorgehen im Mathematikbuch bzw. im dazugehörigen Arbeitsheft wird ergänzt durch die individuelle Arbeit im Übungsheft, am Computer mit „Lernwerkstatt 8″ oder auch durch vom Lehrer bereitgestellte Materialien. Gerne können nach Absprache mit der Lehrkraft auch Materialien zur zusätzlichen Förderung zu Hause eingesetzt werden.

Durch Lernzeiten bzw. Wochenpläne sollen die Kinder der Harkortschule zu einer größeren Selbstständigkeit geführt werden, indem sie beispielsweise selber entscheiden, wann, in welcher Reihenfolge und auf welchem Lösungsweg sie ihre Aufgaben berechnen.

 

Handlungsorientierter Sachunterricht

„Sage es mir, und ich werde es vergessen.
Zeige es mir, und ich werde mich daran erinnern.
Beteilige mich, und ich werde es verstehen.“

Lao Tse

Nach dem Bildungsanspruch der Gesellschaft für Didaktik des Sachunterrichts soll der Sachunterricht fünf Perspektiven umfassen. Die sozial-kulturwissenschaftliche, die raumbezogene, die naturbezogene, die technische sowie die historische Perspektive werden in fächer-übergreifenden Lernbereichen sowie in Projekten, die auch Besuche an außerschulischen Lernorten einschließen, gemeinsam mit den Schülern erarbeitet. Weiterhin finden halbjährlich Kompaktphasen statt, bei der die Klassen ausschließlich zu einem naturwissenschaftlichen Thema des Sachunterrichts forschen und arbeiten.

Das Kollegium der Harkortschule hat auf dieser Grundlage ein schulinternes Curriculum erarbeitet, das die unterschiedlichsten Kompetenzerwartungen berücksichtigt. Entsprechend beinhaltet das dazugehörige Leistungskonzept Beurteilungen der Methoden-, der Sozial- und der Sachkompetenz. Alle drei Beurteilungen bilden gleichwertig die Grundlage der Leistungsbewertung.

Englisch

Der Englischunterricht beginnt für unsere Schüler im zweiten Halbjahr des ersten Schuljahres. Schwerpunkte werden auf das Hörverstehen und das Sprechen gelegt. Die Kinder sollen spielerisch, z.B. über Lieder und Reime die Sprache kennen lernen und Sätze und Geschichten auf Englisch verstehen lernen sowie eine gute englische Aussprache entwickeln.

Das spielerische Entdecken einer Fremdsprache wirkt motivationsfördernd, stärkt das Selbstvertrauen der Kinder und die Freude am Lernen. In den folgenden Klassen 3 und 4 werden die Themenbereiche erneut spiralförmig aufgegriffen, das Vokabular erweitert und die Kinder mit der Schriftsprache vertraut gemacht, indem sie Wörter und Sätze ganzheitlich erfassen und selber kleine Texte mit Hilfe von Satzbausteinen erstellen. Im Fach Englisch werden unbenotete Tests geschrieben.

Sport

Im Mittelpunkt des Sportunterrichts steht das Nutzen vielfältiger Bewegungsangebote unter Einbeziehung des sozialen Aspektes im Sport.

Als sportliche Schule legen wir großen Wert darauf, dass den Kindern neben dem regulären Sportunterricht tägliche Bewegungszeiten eingeräumt werden. Eine bewegungsfreundliche Gestaltung des Schulhofs gehört hier ebenso dazu, wie die Bewegungspausen im Unterricht und das Anbieten verschiedener Sport-AGs im Vormittags- und Nachmittagsbereich.

Durch die Kooperation mit dem TuS Stockum unterstützen wir diese Vorhaben und legen einen Schwerpunkt auf die Förderung unserer Schüler im Bereich Sport und der Gesundheitserziehung. Hierbei steht uns der jeweilige FSJler des TuS Stockum bei Sportunterricht der Klassen 1 und 2, bei den Sport-AGs der vierten Klassen und bei den Sportturnieren zur Seite. Sportlehrer und Übungsleiter ergänzen sich hierbei zu einem Team, das gemeinsam das Sportangebot der Unterrichtsstunden vorbereitet und durchführt. Durch zusätzliche Angebote außerschulischer Sportarten soll weiterhin die Motivation bei den Schülern geweckt werden, sich sportlich zu betätigen und die eigene Sportart zu finden. Auch Talentsichtung und Talentförderung im Rahmen des Schulsports sind durch das Konzept im größeren Rahmen gegeben. Finanziert wird das Projekt durch den TuS Stockum und den Förderverein der Harkortschule.

  • In jeder Jahrgangsstufe wird eine Doppelstunde Sport erteilt.
  • Zusätzlich wird in der Klasse 3 Schwimmunterricht erteilt.
  • Für die Kinder der Klasse 4 werden wechselnde zweistündige Sport-AGs angeboten.
  • Im Sommer findet das alljährliche Sport- und Spielefest statt.
  • Ebenfalls jährlich werden den Kindern durch die „Sportprojekttage“ Einblicke in z.T. außergewöhnlichere Sportarten gewährt.
  • Wir sind darum bemüht, dass möglichst viele Schüler unserer Schule das Sportabzeichen erlangen können.

In diesem Jahr haben wir darüber hinaus noch an etlichen sportlichen Turnieren teilgenommen, um den Kindern zu ermöglichen, Gelerntes zu präsentieren.

Medienkonzept

Der Einzug neuer Medien in unsere Klassenzimmer hat schon vor einigen Jahren begonnen. Mittlerweile stehen in jedem Klassenraum mindestens zwei mit dem Internet und dem Schulserver verbundene Computer. Auf Initiative der Stadt Witten wurde der PC-Raum mit elf PCs und einem netzwerkfähigen Laserdrucker ausgerüstet. Zudem verfügt die Schule über einen Beamer, zwei Laptops und ein interaktives Smartboard.

Das erarbeitete Medienkonzept sieht vor, dass alle Schüler unserer Schule im Laufe ihrer Grundschulzeit den Umgang mit dem Arbeitsmittel Computer erlernen. Diverse Software wird kontinuierlich und erfolgreich im Unterricht, wie auch zur speziellen Förderung eingesetzt.
Seit 2004 sieht unser Konzept vor, dass alle Kinder der Schule drei aufeinander aufbauende Computerkurse in den Klassen 2, 3 und 4 besuchen. Voraussetzung dafür sind ausreichende Personalressourcen. Die Inhalte der Kurse sind: Kennenlernen der Hardware, Einarbeitung in ein Textverarbeitungsprogramm und der Umgang mit dem Internet.

Sollten Sie uns mit Hardware unterstützen können (PCs ab 1 GHz-Prozessor und Flachbildschirme), wenden Sie sich bitte an unseren Medienbeauftragten Herrn A. Borgert.

Ergänzung unserer Musikerziehung durch „JeKi“

Seit dem Schuljahr 2008/2009 nehmen die Kinder der Harkortschule am Landesprogramm „Jedem Kind ein Instrument“ teil. Im ersten Schuljahres erhalten alle Kinder eine sogenannte „Jeki“-Stunde pro Woche. In dieser Stunde musiziert ein Musikpädagoge der Jugendmusikschule gemeinsam mit dem/der Klassenlehrer/in während der Unterrichtszeit mit den Kindern. Kosten entstehen den Erstklässlereltern keine. Bis zu den Osterferien können die Kinder im sogenannten Instrumentenkarussell unterschiedliche Instrumente ausprobieren: Gitarre, Keyboard, Saxophon, Klarinette, …

Gefällt dem Kind ein Instrument so gut, dass es dieses Instrument spielen möchte, besteht im zweiten Schuljahr die Möglichkeit, in einer kleinen Gruppe von ca. 5 Kindern dieses Instrument unter fachkundlicher Anleitung eines Musikpädagogen der Musikschule zu erlernen. Der Unterricht findet in der Regel im Anschluss an den Schulunterricht in der Harkortschule statt. Das Instrument wird gestellt. Der Elternbeitrag, der an die Musikschule zu entrichten ist, beträgt monatlich 23 €.

Im dem dritten und vierten Schuljahr nehmen die Kinder neben ihrem Instrumentalunterricht wöchentlich an einer Orchesterstunde teil. Die Kosten betragen nun für den Unterricht 35 €.

Zentralarbeiten

Seit Beginn des Schuljahres 2004/2005 werden in den Lernbereichen Deutsch und Mathematik zentrale Vergleichsarbeiten (VERA) geschrieben. Die Eltern der beteiligten Schüler erhalten eine individuelle Rückmeldung über die Kompetenzstufen ihres Kindes. In den Mitwirkungsgremien werden weitere verfügbare Daten veröffentlicht. Ab Schuljahr 2006/2007 werden diese Zentralarbeiten zum Ende des dritten Schuljahres geschrieben.

Lernzeiten

Seit Beginn des Schuljahres 2011/2012 stehen den Harkortschülern Lernzeiten zur Verfügung, in denen sie im individuellen Lernrhythmus und Umfang üben sowie Lernstoff vertiefen und festigen können.

Ziel dieses Konzeptes ist es, dass die Schüler möglichst viel Zeit zur Verfügung haben, um ihrem individuellen Lern- und Übungsbedarf mit Unterstützung von Lehrern und Erziehern nachzukommen, um einen größtmöglichen Lernerfolg erzielen zu können. Gleichzeitig werden Kompetenzen wie Eigenverantwortlichkeit, Kooperationsfähigkeit, Selbständigkeit, Zeitmanagement, Zuverlässigkeit und Sorgfalt gefördert und geschult.

In der Schuleingangsphase wird die Basis gelegt. Hier stehen den Schülern entsprechende Zeitfenster zur Verfügung, um intensiv lernen und üben zu können. Begleitet werden die Kinder sowohl von Lehrern als auch von Erziehern des Ganztages, die als Teamkraft den Lehrer unterstützen.

Darauf aufbauend, beinhalten die Lernzeiten der dritten und vierten Klassen die Arbeit an Wochenarbeitsplänen, die von Klassen- und Fachlehrern erstellt werden. Sie erledigen diese Arbeiten teils im Vormittags- und teils im Nachmittagsbereich. So werden die bereits genannten Kompetenzen weiterhin gefördert und die Schüler auf Arbeitsweisen der weiterführenden Schulen gut vorbereitet.